Warum immer gleich Exotisches wie Ayurveda oder chinesische Gesundheitstipps? Die Ernährungsvorgaben der traditionellen Klostermedizin im heimischen Europa liegen doch viel näher – und sie haben sich seit Jahrhunderten hervorragend bewährt. Die Klosterernährung wird nach wie vor viel zu wenig gewürdigt, obwohl sie seit Jahrhunderten existiert und auch den Vorgaben der modernen Ernährungslehre gerecht wird.
Das demonstriert anschaulich das Handbuch von Pater Saum, der das Wissen der Mönche über gesunde Ernährung zusammengetragen hat. Alles, was appetitlich aussieht und gut schmeckt hat hier seinen Platz: Im Buch werden mehr als 100 Nahrungsmittel (Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse, Fisch und Fleisch, Gewürze, Getränke) vorgestellt – die Geschichten drum herum, Herkunft, Inhaltsstoffe und mögliche Heilwirkungen. Und auf Basisinformationen, wie man richtig gesund isst oder was mit den Nährstoffen im Körper passiert, muss man auch nicht verzichten. Darüber hinaus zeigt das Werk auf, wie Beschwerden und Krankheitszustände gezielt durch geeignete Ernährung günstig beeinflusst werden können. Richtig schmackhaft ist die Rezeptabteilung unter anderem mit Dinkel-Schmarrn mit Datteln oder Lamm-Carpaccio mit Knoblauch-Dip.
Wer ein spannendes Buch über vernünftige und gesunde Ernährung ohne überflüssigen Zierrat, dafür mit kompetenten Nahrungsmittelsteckbriefen und Küchentipps sucht, kann mit Pater Saums sachkundigem Klosterkochbuch nichts falsch machen – mens sana in corpore sano (Körper und Geist gesund und munter).