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Aus der Amazon.de-Redaktion: Autor/Regisseur Guy Ritchie meldet sich nach dem unterdurchschnittlichen Revolver mit RocknRolla zurück und beweist damit, dass nicht alle schnell geschnittenen Gangsterfilme mit coolen Sprüchen und schrägen Wendungen gleich sein müssen. Zwei kleine Ganoven (Gerard Butler aus 300 und Idris Elba aus The Wire) versuchen sich im Immobiliengeschäft und werden dabei von einem noch größeren Gauner (Tom Wilkonson, Michael Clayton) übers Ohr gehauen, der wiederum aufgrund der Machenschaften einer gelangweilten Buchhalterin (Thandie Newton, L.A. Crash) von sehr fiesen russischen Mafiosi angeschmiert wird. Aber im Zentrum all dieser Verstrickungen befindet sich der drogenabhängige Punk-Rocker Johnny Quid (Toby Kebbell, Control), der unerwarteterweise beweist, dass er in Sachen Gewalt, Betrug und Schlaumeierei mindestens genauso versiert ist wie alle anderen. Jeder scheint dabei eine tolle Zeit zu haben, die verwickelte Handlung besitzt genug Zusammenhalt, um die Action voranzutreiben auch wenn es einem am Ende schwer fallen dürfte zu erklären, wie ein Ereignis im Film zum nächsten geführt hat. Was jedoch am Seltsamsten erscheint, ist, dass sich Ritchie überhaupt nicht für Frauen interessiert nicht einmal als Sexobjekte. RocknRolla weist wohl die belangloseste heterosexuelle Sexszene der Filmgeschichte auf, während die Aufmerksamkeit auf Brustmuskeln, harte Typen und männliches Geplänkel gelenkt wird. RocknRolla ist klassisches Bubblegum-Kino, macht eine Menge Spaß und hinterlässt aber auch keinen bleibenden Nachgeschmack. Daran ist nichts verkehrt wenn alle diese Filme so energiegeladen und spaßig wären, würden wir in einer viel unterhaltsameren Welt leben. --Bret Fetzer |