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Saw: Adam (Leigh Whannell) wacht in einem feuchten Raum gegenüber von Dr. Lawrence Gordon (Cary Elwes) und der Leiche eines Mannes auf, dem das Gehirn herausgepustet wurde. Keine überaus erfreuliche Situation, und es wird noch schlimmer, als die beiden Männer feststellen müssen, dass sie von einem zwar unsichtbaren, aber allwissenden Verrückten angekettet und sich gegenübergestellt wurden, der als Vergeltung für frühere Sünden mit ihrer Psyche spielt. Regisseur James Wan, der sich diese grausige Szenerie zusammen mit Drehbuchautor Whannell ausgedacht hat, hat offenbar Sieben und viele andere künstlerisch angehauchte existenzialistische Katz-und-Maus-Psychothriller gesehen, und so versieht er Saw mit ein wenig Fleisch, ein bisschen Blut und vielen anderen Methoden, um den Zuschauer von der Tatsache abzulenken, dass das Ganze nicht wirklich sonderlich viel Sinn ergibt. Wan und Whannell (der auch nicht der allerbeste Schauspieler ist) bauen eine Wendung nach der anderen ein, was nach einigen wirklich einfallsreichen Ideen mit der Zeit ein wenig aufgesetzt erscheint. Elwes liefert eine gute Arbeit ab, wirkt aber hin und wieder peinlich berührt, und der beachtenswerte Danny Glover leidet als obsessiver Polizist, der an diesem Fall arbeitet. Die Auflösung wird einen womöglich überraschen, aber dadurch kriegt man die vergangenen achtundneunzig Minuten auch nicht wieder zurück. --Steve Wiecking |