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Aus der Amazon.de-Redaktion: Die Songs der Stranglers setzen den Einsatz eines Orchesters aus 18 jungen Musikerinnen nicht zwingend voraus, aber die Band wollte sich diesen Luxus zur Feier ihres 21-jährigen Bestehens wohl einfach auch einmal gönnen. Die Musik der Stranglers klingt trotz der Mithilfe der Electra Strings im Großen und Ganzen wie immer, von den zornigen Auftritten der Vergangenheit ist dieser Auftritt jedoch meilenweit entfernt. Wenn schon in den frühen Jahren der Band Zweifel daran berechtigt waren, ob die Stranglers wirklich zum Punk gehörten, so kann man sie bei diesem Livekonzert in der Royal Albert Hall am 13. Juli 1997 getrost dem Mainstream-Rock zurechnen. Sänger Paul Roberts, der erst in den 90ern zur Band gestoßen war, trägt zu diesem Eindruck nicht wenig bei, obwohl er seine Sache auf der Bühne ausgezeichnet macht. Die rotzige Unverschämtheit des früheren Sängers Hugh Cromwell fehlt Roberts' Auftritt jedoch einfach und es dürfte wohl kein Zufall sein, dass der provokante Song "Peaches" nicht auf der Setlist stand. Andere große Hits wie "Golden Brown" oder "Always The Sun" bringt Roberts jedoch sehr gut rüber. Gerade die Tatsache, dass die Songs der Stranglers trotz des grundlegend anderen Stils ihres neuen Sängers noch immer gut und keineswegs antiquiert klingen, unterstreicht die Qualität der Songs nur noch mehr. Wer sich an den Anblick der Stranglers ohne ihren langjährigen Gitarristen und Sänger jedoch nicht gewöhnen kann, sollte von Friday The Thirteenth besser die Finger lassen. --Albrecht Volk |